NABU - Ortsgruppe Ditzingen

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Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung müssen wir alle Veranstaltungen bis auf Weiteres leider absagen.

Mitgliederversammlung

Liebe Mitglieder und Freunde des NABU Ditzingen,

die Mitgliederversammlung fällt aus. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Das Rotkehlchen ist "Vogel des Jahres 2021"

Über 455.000 Menschen haben sich deutschlandweit an der ersten öffentlichen Wahl des NABU beteiligt, dabei gingen in der Endrunde 59.338 Stimmen an den sympathischen Sieger. Herzlichen Dank auch Ihrer Stimme!

Das Rotkehlchen - ein kleiner, kugeliger, olivbrauner Vogel - ist gut an der orangeroten Färbung auf Stirn und Brust sowie dem hellen Bauch zu erkennen. Es ist häufiger Gast unserer Gärten und auch gegenüber uns Menschen sehr zutraulich, wenn es während unserer Gartenarbeiten nach aufgescheuchten Insekten und Würmchen sucht. Hören kann man das Rotkehlchen das ganze Jahr über mit seinem vielfältigen, leicht melancholischem Gesang. Erstaunlich dabei: Auch das Weibchen kann singen.

Obwohl das Rotkehlchen als häufiger Brutvogel in Deutschland nicht zu den gefährdeten Arten gehört, kann man - und nicht nur ihm - im eigenen Garten mit dichten Hecken und unaufgeräumtem Unterholz einen guten Lebensraum zur Verfügung stellen. Das Nest baut das Weibchen bevorzugt in Bodennähe zwischen Wurzeln oder Gras, unter Baumstämmen und in versteckten Nischen. Von Anfang April bis August, oft zweimal im Jahr, brütet ebenfalls das Weibchen drei bis sieben Eier aus. Beim Fütten der Jungen hilft dann auch wieder das Männchen mit. Als Teilzieher leben Rotkehlchen auch im Winter bei uns und kommen dabei gerne ans Futterhaus.

Mehr Informationen zum Rotkehlchen finden Sie hier

Wenn auch Sie Interesse an der Natur auf Ihrem Balkon oder im Garten haben und unsere Wildtiere im Siedlungsbereich unterstützen wollen, finden Sie viele hilfreiche Tipps und Anregungen unter: www.nabu.de/gartenvielfalt

Weitere Veranstaltungen

Liebe Natur- und Vogelfreunde! Wegen der Corona-Kontaktsperre sind alle unsere Veranstaltungen
bis auf weiteres abgesagt!
Bitte gehen Sie nur noch allein oder mit ihrer Familie auf Beobachtungstour und halten Sie Abstand!
Bleiben Sie gesund!



Rückblick auf das Jahr 2019

Schwalben-Zählung:

Unsere Schwalben sind wieder in ihren Winterquartieren,
nachdem sie 2019 viele Junge in den Nestern groß gefüttert haben.
Wir vom NABU Ditzingen haben auch 2019 wieder eine Bestandserhebung der Schwalbenbruten
durchgeführt, um sie mit den vom NABU Ditzingen vor 30 Jahren gesammelten Daten zu vergleichen.
Viele Informationen haben wir schon bekommen, aber das Gesamtbild ist noch nicht vollständig.
Im Rahmen der bundesweiten NABU-Initiative schwalbenfreundliches Haus haben wir auch
wieder ein Haus mit vielen Schwalbennestern mit einer Plakette und Urkunde ausgezeichnet.
Diese Auszeichnungen haben wir auch im Ditzinger Anzeiger veröffentlicht.
Die Schwalben-Aktion werden wir auch im Jahr 2020 fortsetzen sobald die Schwalben wieder
zurückgekehrt sind.
Sie sind dann auch wieder herzlich eingeladen, sich für die Auszeichnung zu bewerben
oder ein ihnen bekanntes Haus oder einen Stall vorzuschlagen, wo viele Nester besetzt sind.



Rückblick auf die Brutsaison 2019

Bei den Steinkäuzen gab es 2019 in den von uns betreuten 70 Brutröhren
nach dem eher mittleren Bruterfolg von 2018 mit 48 Jungvögeln wieder ein sehr gutes Brutergebnis:
von 26 Brutpaaren wurden insgesamt 71 Jungvögel aufgezogen.
Große Begeisterung herrschte wieder bei den Familien mit Kindern und Eulenfreunden, die im Schellweg
bei Hirschlanden wie in den Vorjahren bei der Beringung von jungen Steinkäuzen zuschauen durften.
Bei der Steinkauzberingung arbeiten wir seit 30 Jahren mit Herbert Keil zusammen, der die
Forschungsgemeinschaft für bedrohte Eulen FOGE E.v.leitet.


Wie im Vorjahr hat auch dieses Jahr im Steinruch Rombold ein Uhu-Paar gebrütet.
3 Junge Uhus haben sie diesmal aufgezogen.

Auch die Wanderfalken in Ditzingen haben 2019 wieder Jungvögel großgezogen,
die von der AG Wanderfalkenschutz beringt werden konnten.
Diese früher sehr seltenen Greifvögel können wieder regelmäßig auf den Ditzinger Kirchen beoachtet werden

Auch in den vielen von uns angebrachten Turmfalken-Nistkästen wurde wieder eifrig gebrütet.

In den Ditzinger Teilorten haben wieder viele Mehlschwalben gebrütet!

Auch viele Rauchschwalben brüten bei uns, inzwischen auch gerne in Pferdeställen!

Vergangenes Jahr gab es in Heimerdingen nach langer Zeit auch wieder eine Schleiereulenbrut!

Vogel des Jahres 2020: Die Turteltaube

Exotische Schönheit mit weitem Weg
Die Turteltaube gilt als Symbol für Verliebte: Tatsächlich kosen sich Turteltauben-Paare
auffällig gern. Das Wort "turteln" jedoch leitet sich von ihren "turr-turr"-Rufen ab.
Charakteristisch ist ihr farbenfrohes, exotisch anmutendes Gefieder.
Die 25 bis 28 cm großen Tiere sind deutlich kleiner und graziler als ihre Verwandten. Auch ihre
Flügel unterscheiden sich. Schlank und spitz zulaufend ermöglichen sie einen schnellen Flug.
Als einzige unserer heimischen Taubenarten zieht die Turteltaube bis Afrika. Bei ihrem Flug
in die Sahelzone als Überwinterungsgebiet erreicht sie Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h.
Turteltauben ernähren sich auch in der Brutzeit ausschließlich vegetarisch, hauptsächlich von
Wildkräuter- und Baumsamen, und müssen täglich trinken.
Seit 1980 haben wir in Deutschland fast 90 Prozent des Bestandes verloren.
Höchstens 22.000 Brutpaare leben noch bei uns, in vielen Landstrichen ist die Taube praktisch
ausgestorben. Ursachen für den dramatischen Bestandseinbruch sind vor allem die intensive
Landwirtschaft und die Jagd. Etwa zwei Millionen Turteltauben werden pro Jahr geschossen,
denn in zehn EU-Ländern dürfen Turteltauben nach wie vor legal bejagt werden.
Alle in Deutschland brütenden Turteltauben sind betroffen, denn sie durchqueren diese Länder
auf dem Weg nach Afrika und zurück.
Hauptgrund für den Bestandseinbruch bleibt jedoch die Intensivierung der Landwirtschaft.
Die Ausweitung von Anbauflächen geht einher mit dem Verlust von Brachen, Ackersäumen, Feldgehölzen
und Kleingewässern. Damit verschwinden Nistplätze sowie entscheidende Nahrungs- und Trinkstellen.
Die anhaltende Jagd auf immer weniger Vögel wiegt dadurch umso schwerer.