NABU - Ortsgruppe Ditzingen

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Projekt Steinkauz

Der Steinkauz war bis in Anfang der 60er Jahre bei uns noch ein weit verbreiteter Brutvogel.
Durch Zerstörung seiner wichtigsten Lebensräume, den Streuobstwiesen mit alten
Höhlenbäumen, wurde er zu einer der besonders gefährdeten Arten.
Ein Brutpaar benötigt mehrere Höhlen. In vielen Gegenden ist das fehlende Angebot
an Naturhöhlen der begrenzende Faktor für Steinkauzvorkommen.

Merkmale
Die Oberseite des Steinkauzes ist dunkelbraun mit hellen Punkten.
Mit seinem Gewicht von ca.170g erreicht er ungefähr die Größe einer Amsel.
Im Gegensatz zu unseren anderen Eulen ist der Steinkauz oft auch am Tag aktiv.

Lebensraum
Der Steinkauz liebt offene, mit Bäumen durchsetzte Kulturlandschaften mit einem
ausreichenden Angebot an geräumigen Bruthöhlen und Tageseinständen.
Als Jagdgebiet benötigt er Flächen mit kurzer Vegetation.

Nahrung
Hauptnahrung sind Mäuse, aber auch Käfer und Regenwürmer.

Schutzmaßnahmen
Nachdem bis zum Beginn der 80er Jahre der Bestand im Kreis Ludwigsburg auf nur noch
4 Brutpaare zurückgegangen war,wurde ein kreisweites Steinkauzprojekt begonnen.
Mit Unterstützung der Gemeinden wurden vor allem in den verbliebenen Streuobstwiesen
Brutröhren angebracht. Zur Zeit betreuen wir im Ditzinger Gebiet ca. 70 Brutröhren,
im gesamten Kreis Ludwigsburg gibt es ca. 760.
Der Steinkauzbestand hat sich durch diese Maßnahme erfreulich erholt, in den letzten Jahren
hatten wir auf Ditzinger Markung wieder zwischen 14 und 24 Brutpaaren und konnten jeweils
25 bis 74 Jungvögel beringen.

Das Projekt wird von der Vogelwarte Radolfzell begleitet, in deren Auftrag werden durch die
Forschungsgemeinschaft zur Erhaltung einheimischer Eulen e.V. (FOGE) Beringungen der Jungvögel
durchgeführt. Dies dient zur Beobachtung der Bestandsentwicklung und Wiederausbreitung des Steinkauzes.
Die folgenden Abbildungen zeigen einen jungen Steinkauz bei der Beringung und die Bestandsentwicklung
im Bereich Ditzingen.
Die starken Unterschiede bei der Menge der Jungvögel entsprechen den periodischen Schwankungen
der Mauspopulation.


Klicken Sie auf die Bilder, um sie zu vergrößern









Die entsprechenden Werte im gesamten Kreis Ludwigsburg sind ca.240 Brutpaare und 400 bis 600 beringte
Jungvögel.
Unsere Jungkäuze fliegen oft weit umher, im Albvorland, im Kraichgau, in der Heilbronner Gegend und
sogar am Kaiserstuhl und im Saarland wurden schon Steinkäuze mit Ringen aus unserem Gebiet gefunden.

Weitere Informationen über den Steinkauz finden Sie auf: www.eulenforschung.de